Die vier Varianten der Atlasfehlstellung

Atlaswirbel-Subluxation

Die individuelle Fehlstellung des Atlas lässt sich durch die Kombination von vier Grundvarianten der Verschiebung erklären. Diese Varianten wirken sich auf unterschiedliche Weise auf die Körperhaltung aus:

Variante 1

Seitliche Subluxation des Atlas: Dies führt zu einer seitlichen Kippung des Atlas, d. h. ein Querfortsatz liegt höher als der andere. Diese Variante verursacht eine skoliotische Haltung, eine C-Form der Wirbelsäule, eine Abweichung der Körperhaltung von der Symmetrieachse, unterschiedliche Schulterhöhen, Beckenschiefstand und eine Haltung wie der schiefe Turm von Pisa.

Beobachtung: Die ganze Haltung wird aufrechter und kommt wieder ins Lot. Man beachte den Verlauf der Wirbelsäule (Skoliose) im Vergleich zur roten Laser-Linie und die Lage des Kopfs. Die linke Schulter kommt auf die gleiche Höhe wie die rechte. Beckenschiefstand und Beckenverwringung verringern sich.

Bild: 1) Vor der Behandlung 2) Nach der Behandlung

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Skoliose und Atlaskorrektur

Variante 2

Rotation des Atlas in der Horizontalebene: Diese Variante erzeugt einen Druck auf die umgebenden Nerven, Arterien und Lymphgänge mit negativen Auswirkungen auf den ganzen Körper. Hier bestehen nur geringe Einflüsse auf die Symmetrieachse, aber es kann eine Rotation des ganzen Brustkorbs oder des Beckens resultieren.


Beobachtung: Die Beckenverwringung verschwindet. Der ganze Körper wird aufgerichtet, so dass die Person etwa 2 cm grösser erscheint.

Bild: 1) Vor der Behandlung 2) Nach der Behandlung

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Beckenschiefstand und Atlaskorrektur

Variante 3

Atlas-Blockierung in Rücklage (dorsal): Diese Variante trägt dazu bei, dass die Lordose der Nacken- und/oder Lendenwirbelsäule verstärkt wird.


Beobachtung: Die Lordose im Bereich der Nackenwirbelsäule wird deutlich geringer, ebenso die Kyphose (Wölbung der Brustwirbelsäule nach außen).

Bild: 1) Vor der Behandlung 2) Nach der Behandlung

Kyphose und Atlasbehandlung

Variante 4

Atlas-Blockierung in Frontlage (ventral): Diese Variante trägt dazu bei, dass die physiologische Lordose der Nacken- und/oder Lendenwirbelsäule ganz oder teilweise verloren geht.

Beobachtung: Die zu geringe Lordose der Lendenwirbelsäule nimmt die normale Form an.

Bild: 1) Vor der Behandlung 2) Nach der Behandlung

Lordose und Atlastherapie