Kontraindikationen einer Atlaskorrektur-Behandlung

Stoppsymbol für Kontraindikationen einer Atlaskorrektur-Behandlung
  1. Instabile Bänder, insbesondere wenn es durch einen Unfall o.ä. zu einer Zerreissung der Bandstrukturen des Atlas und Axis gekommen ist. Hyperlaxe Bänder (Hypermobilität) bilden eine relative Kontraindikation, da bei dieser Veranlagung eine Korrektur des Atlas meist nicht anhaltend sein kann.
  2. Starke degenerative Veränderungen der Wirbelsäule (speziell Uncovertebralarthrosen in der Halswirbelsäule, Verbackungen bzw. Spangenbildung zwischen zwei Wirbelkörpern).
  3. Starke Deformationen oder Malformationen des Atlas wie bspw. ein offener Atlasbogen oder fehlende /offene Querfortsätze.
  4. Exostotische Deformität der Epikondylen des Hinterhauptes
  5. Chiari-Malformation. Bei der Chiari-Malformation besteht eine Entwicklungsstörung mit Verschiebung von Kleinhirnanteilen durch das Foramen magnum in den Spinalkanal.
  6. Hydrozephalus (mit Shuntversorgung). Ein Hydrozephalus stellt per se eine Kontraindikation dar, zudem verläuft der Shunt meist über den Nacken.
  7. Implantate /Prothesen: Ohrprothesen, Stapesprothese, implantierbare Herzschrittmacher und Defibrillatoren (Pacemaker), Vagusnervstimulator (VNS).
  8. Schlaganfall vor weniger als 9 Monaten.
  9. Schleudertrauma vor weniger als 2 Monaten.
  10. Starke Osteoporose: Knochendichtemessung mit einem T-Wert niedriger als -3.5.
  11. Schwere akute entzündliche Erkrankungen, bzw. Rekonvaleszenzphasen nach entzündlichen Erkrankungen (herabgesetztes oder geschwächtes Immunsystem).
  12. Konsumierende Erkrankungen (Tuberkulose und ähnliches), Krebserkrankungen, osteolytische oder osteoblastische Knochenmetastasen.
  13. Sehr schlechter gesundheitlicher Allgemeinzustand, bei dem zu wenig Ressourcen für die Regenerationsphase vorhanden sind.
  14. Einnahme von blutgerinnungshemmenden Medikamenten (Antikoagulantientherapie): Marcumar, Phenprocoumon, Warfarin, Falithron, Phenprogamma oder Coumadin. Sie werden z.B. bei Langzeittherapie von Thrombosen, bei Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern u.a. eingesetzt.
  15. In einer Schwangerschaft sollte eine Atlaskorrektur nur durchgeführt werden, wenn die werdende Mutter erhebliche Beschwerden durch einen verschobenen Atlas hat und deshalb z.B. regelmäßig Medikamente einnimmt.

Auch wenn relative Kontraindikationen bestehen, können Sie einen Atlastechniker ansprechen um ggf. im Einzelfall eine individuelle Lösung zu suchen.

Spezialfälle und Ausnahmen

In gewissen Fällen ist die Atlaskorrektur besonders schwierig durchzuführen. Dann kann es notwendig sein, den Ablauf der Behandlung anzupassen. Beispiele:

Ritterrüstung als Symbol der extremen Nackenverspannung
  1. Die Nackenmuskulatur ist so sehr verspannt, dass sie eher armiertem Beton gleicht als Muskeln. Vor der Ausführung der Behandlung ist es in solchen Fällen notwendig, sich einer oder zwei Massagesitzungen mit Hilfe der speziell dafür entwickelten AtlantoVib Geräte zu unterziehen. Diese Geräte verursachen eine Tiefenentspannung der Muskeln, wie sie mit anderen Methoden kaum erlebt werden kann. Allein diese intensiven Massagen können große Besserungen bewirken. Sobald die Nackenmuskulatur genügend entspannt ist, kann die Atlaskorrektur durchgeführt werden.
Übergewicht Stiernacken
  1. Auch übermässige Fettleibigkeit oder eine aussergewöhnlich stark entwickelte Nackenmuskulatur (z. B. bei Extremsportlern) können eine Behandlung erschweren, vor allem weil die präzise Atlas-Position schwer bestimmbar wird.
Frau mit Depression
  1. Beim Vorliegen starker Depressionen, verbunden mit einer langfristigen Einnahme von Psychopharmaka oder bei sehr angeschlagenem Stimmungszustand, ist die Behandlung nicht empfehlenswert. Nach der Behandlung benötigt der Körper Ressourcen, um den Regenerationsprozess zu bewältigen und die durch die Atlasfehlstellung entstandenen Kompensationen der Körperhaltung auszugleichen.

Depressive Personen haben oft nicht genügend Ressourcen – und so können negative Reaktionen viel länger als üblich auftreten, bevor eventuelle Besserungen eintreten. Falls die Depression jedoch von dauerhaften körperlichen Beschwerden (z. B. Schleudertrauma oder Migräneanfälle) verursacht wird, kann eine ATLANTOtec-Behandlung große Besserungen bringen – sowohl psychisch als auch physisch.