Beckenschiefstand und Beckenverwringung

Beckenschiefstand Atlaskorrektur

Bild: 1) Vor der Behandlung
2) Nach der Behandlung

Der Beckenschiefstand (Beckenfehlstellung) oder die Beckenverwringung können eine weitere negative Auswirkung der Fehlstellung des Atlas sein.

Wenn die Wirbelsäule asymmetrischen Kräften ausgesetzt ist, weil die Muskeln auf der einen Körperseite mehr verspannt sind, ist auch das Becken mitbetroffen und neigt sich in der Folge auf eine Seite. Weitere Details dazu finden Sie HIER.

Der Beckenschiefstand lässt den Eindruck entstehen, dass ein Bein länger ist als das andere, obwohl beide in Wirklichkeit gleich lang sind.

Ein Beckenschiefstand hat negative Auswirkungen auf die Gelenke der Hüfte, Knie und Füsse sowie auf die Bandscheiben.

Eine einfache Methode zur Feststellung eines gekippten Beckens besteht darin, sich sorgfältig im Spiegel zu betrachten: Ist ein Hüftbein höher als das andere?

Eine weitere Auffälligkeit des Beckenschiefstand erkennen Sie daran: Neigen Sie dazu, beim Stehen das Knie des einen Beines leicht anzuwinkeln und das Gewicht auf die andere Seite zu verlagern?

Wenn ja, liegt wahrscheinlich ein Beckenschiefstand vor.

Der Beckenschiefstand und/oder die Beckenverwringung korrigieren sich teilweise oder vollständig nach der ATLANTOtec- Atlaskorrektur von selbst.

Der Ausgleich erfolgt oft schon unmittelbar nach der Behandlung oder nach einer Anpassungsphase des Skeletts und bleibt meist dauerhaft bestehen.

Sollte sich das Becken nicht vollständig ausgleichen, kann die Ursache dafür in einer Kieferfehlstellung liegen.

Manualtherapeutische Massnahmen bei Beckenschiefstand

Manualtherapeuten wie Physiotherapeuten und Osteopathen versuchen das Becken mit manipulativen Techniken, Stretching oder Massage auszugleichen.

Wie die meisten von Beckenschiefstand betroffenen Patienten bestätigen können, sind die Auswirkungen dieser Manipulationen nur vorübergehend, das Becken verschiebt sich kurz nach der Behandlung wieder in die alte Position und zwingt den Patienten zu regelmäßigen Therapiesitzungen, um ihm wenigstens etwas Linderung zu verschaffen.
Auf lange Sicht tendieren die Schmerzen zur Chronifizierung und bereiten einen fruchtbaren Boden für Schmerzen im Lendenbereich, Bandscheibenvorfall oder Hexenschuss.

Dies liegt daran, daß die Ursache des gekippten Beckens in der Fehlstellung des Atlas (möglicherweise in Zusammenspiel mit einer Kieferfehlstellung) liegt, was bei manuellen Beckenkorrekturen weder berücksichtigt noch angemessen korrigiert werden kann.

Ein normaler Zahnarzt, der sich um die Zahnpflege kümmert, interessiert sich nicht dafür, ob das Becken schief ist, während der Manualtherapeut oder Orthopäde seine Aufmerksamkeit auf das Becken richtet und nicht auf die Zahn- oder Kieferfehlstellung. Solange der Bewegungsapparat nicht ganzheitlich betrachtet und behandelt wird, kommt man nicht zu einer dauerhaften Lösung für den Patienten.

Die Erfahrung zeigt, dass sich – nach der Neuausrichtung des Atlas und, wenn nötig, des Kiefers – auch das Becken entsprechend symmetrisch ausrichtet und zwar automatisch und dauerhaft.

Manuelle Techniken am Becken können dann unterstützend eingesetzt werden, nachdem die primäre Ursache beseitigt wurde, um den Körper schneller wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Beckenschiefstand

aus medizinischer und orthopädischer Sicht

Röntgen Beckenschiefstand

Wenn man sich bei Beckenschiefstand an einen Arzt oder Orthopäden wendet, wird normalerweise diagnostiziert, dass ein Bein kürzer ist als das andere.

Dies entspricht absolut nicht der Realität! Seit Geburt unterschiedlich lange Beine kommen weniger als 4% vor, wie eine Studie von Burkhard Hock gezeigt hat.

96% der Fälle mit Beckenschiefstand, sind rein funktionell bedingt und durch die Rotation eines Hüftbeins nach vorne oder hinten begründet. Diese Verdrehung des Beckens kann die Folge einer Skoliose im Ledenwirbelbereich sein.

Der Orthopäde oder Arzt, der sich mit dem Beckenschiefstand beschäftigt, wird standardmässig ein Röntgenbild des Beckens durchführen, um dessen Asymmetrie "präzise" auszumessen.

Diese Vorgehensweise stellt einen sehr groben Fehler der Perspektive dar: auf einem Röntgenbild reduziert sich die Darstellung des Beckens auf zwei Dimensionen (Höhe x Breite), wobei es in Wirklichkeit drei Dimensionen (Höhe x Breite x Tiefe) sind. Wer mit Fotografie und Physik vertraut ist, versteht den resultierenden Fehler sofort!

Was der Arzt als kürzeres Bein interpretiert ist in Wirklichkeit ein Fehler der Perspektive, der dadurch verursacht wird, dass ein Hüftbein, räumlich gesehen, mehr nach vorne oder hinten steht als das andere (Tiefenansicht). Auf einer zweidimensionalen Ansicht (2D), wie auf einem einfachen Röntgenbild, scheint "ein Hüftbein HÖHER als das andere" zu sein, anstelle von "ein Hüftbein ist weiter VORNE als das andere", wie es sich in der dreidimensionalen Realität (3D) verhält.

Wie kompensieren die Orthopäden diesen Fehler der Perspektive und des Verständnisses? Mit einer orthopädischen Einlegesohle!

Was bringt eine orthopädische Einlage, wenn an der Beinlänge in Wahrheit nichts verkehrt ist?
Die Rückenschmerzen werden einfach zunehmen, weil eine zusätzliche Dysbalance auf das skelettale System einwirkt!

Die Ärzte sind ausgebildet, den Bewegungsapparat von den Füssen an aufwärts zu betrachten. Da erscheint es auf den ersten Blick logisch, bei einem Beckenschiefstand eine "Beinlängendifferenz" zu diagnostizieren. So kommt es zu der Aussage: "Eines Ihrer Beine ist kürzer als das andere!"

Orthopädische Einlagen sind nur in diesen 4% der Fälle sinnvoll, in denen wirklich eine unterschiedliche Beinlänge vorhanden ist, bei den anderen 96% sind sie sogar schädlich, wie viele Patienten bestätigen können.