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ZUSAMMENHANG ZWISCHEN BANDSCHEIBENVORFALL / DISKUSHERNIE UND ATLASWIRBEL
Als Diskushernie oder
Bandscheibenvorfall bezeichnet man das Herausrutschen von Teilen des
Gewebekerns der Bandscheiben. Letztere dienen als Polster zwischen
einem Wirbel und dem nächsten. Das aus seiner Stellung gerutschte
Gewebe übt Druck auf die Nervenenden aus und erzeugt so einen
mechanischen Konflikt, der in Schmerzen mündet.
Erfahrungsgemäss haben
die meisten Personen, welche an einer Diskushernie leiden, eine
ausgeprägte Beckenschiefstellung und starke Verspannungen
im Lendenwirbelbereich.
Die Bandscheiben funktionieren wie Stossdämpfer, die
die Belastungen der Wirbelsäule abmildern – und unter der
Voraussetzung, dass sich die Kräfte auf die gesamte Oberfläche der
Bandscheibe verteilen, können sie sehr hohe Lasten tragen. Man rechnet,
dass wenn man einen Gegenstand mit einem Gewicht von 10 kg bei
ausgestreckten Armen in der Hand hält, die Belastung der Bandscheiben
800 kg erreichen kann.
Wenn das Becken eine Schiefstellung aufweist,
können sich die Kräfte nicht auf die gesamte Oberfläche der
Bandscheiben verteilen, sondern wirken nur auf einen Teil. Die
Situation verschlechtert sich weiter, wenn man über eine ausgeprägte
Lordose im Bereich der Beckenwirbelsäule verfügt. Die Auflagefläche
wird in diesem Fall wirklich klein und die Folgen kann man sich leicht
vorstellen. Mit der Zeit verschlechtert sich der Zustand von einer oder
mehrerer Scheiben und sie erzeugen so die bekannten Probleme.
Die verspannten und asymmetrisch ziehenden Muskeln, welche sich aufgrund des verschobenen Atlas und des dadurch entstandenen Beckenschiefstands entwickelt haben, klemmen insbesondere die Lendenwirbelsäule ein wie ein Schraubstock.
Die Bandscheiben regeln ihren Flüssigkeitshaushalt durch einen Osmosevorgang, der aufgrund der dynamischen Druckveränderungen stattfindet, welche ihrerseits durch Bewegungen der Wirbelsäule ausgelöst werden. Wenn die ungleichmässigen Muskelspannungen die Wirbel einseitig zusammendrücken, ist der Bewegungsspielraum eingeschränkt und asymmetrisch und der Druck auf die Bandscheiben erhöht. Die für den Osmosevorgang der Bandscheiben notwendige dynamische Druckdifferenz wird geringer. Die Bandscheiben erhalten also weniger nährende Flüssigkeit und verlieren so an Elastizität und Dicke.
Der erhöhte konstante Druck auf die Bandscheiben reduziert sich nicht einmal in der Liegeposition und kann die üblicherweise nachts ablaufende Regeneration beeinträchtigen. Im Verlauf der Jahre “trocknen” die Bandscheiben aus und verlieren so ihre Elastizität. Unter erhöhter Belastung kann sogar der Gallertkern hinausgedrückt werden.
Mit chirurgischen Mitteln ist es möglich, den zerstörten Teil der Bandscheibe (Kerngewebe), der Druck auf die hinter der Bandscheibe aus dem Wirbelkanal heraustretenden Nervenwurzeln ausübt, zu entfernen. Diese Operationen sind nicht ohne Risiko und können in manchen Fällen Komplikationen und chronische Schmerzen nach sich ziehen.
Die Korrektur der Atlas-Stellung ermöglicht einen deutlich verringerten Beckenschiefstand sowie eine verbesserte Körperhaltung. Die damit einhergehende symmetrischere Lastenverteilung auf die beiden Körperhälften, die Wirbelsäule und schliesslich auch auf die Bandscheiben und die daraus resultierende Abnahme der Muskelverspannungen unterstützen den Selbstheilungsprozess der Bandscheiben und verringern die Gefahr eines erneuten Bandscheibenvorfalls.
Die ATLANTOtec®-Methode ist vor allem angezeigt für die Vorbeugung eines Bandscheibenvorfalls oder zur Behandlung im Anfangsstadium. Die Behandlung zielt auf die Ursachenbekämpfung und nicht auf das Problem an sich. Im Fall eines fortgeschrittenen Stadiums einer Diskushernie ist eine spezifischere Therapie vorzuziehen. Seit einiger Zeit gibt es eine neuartige nichtinvasive Methode namens Spinemed.
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Martha D.
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